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„Garten to go“: Bepflanzung ungewöhnlicher Gefäße

Im Schnellrestaurant ist die Frage Standard „Zum hier essen oder zum Mitnehmen?“. Aber ein „Garten to go“, wie soll das denn gehen? Okay, einen kompletten Garten kann niemand so ohne weiteres Mitnehmen, dafür aber einzelne Beete oder Pflanzgefäße. Die Idee eines „mobilen Gartens“ hat viele Vorteile. Die einzelnen Pflanzgefäße können durch ihr mobiles Konzept mit der Sonne wandern. Bei einem „Garten to go“ spielt es auch keine Rolle, ob der Boden unfruchtbar oder gar gepflastert ist. Denn die tragbaren Beete können mit jedem frischen Pflanzsubstrat befüllt werden. Neben diesen praktischen Nutzen hat der „Garten to go“ auch andere Vorzüge: Da so gut wie alles als Pflanzgefäß genutzt werden kann, sind der Kreativität hier kaum Grenzen gesetzt. So können alte Schätzchen vom Dachboden oder dem Sperrmüll im wahrsten Sinne des Wortes ganz neu aufblühen.

Kreativität ist Trumpf

Erlaubt ist beim „Garten to go“ alles, was gefällt. Sei es ein ausrangierter Einkaufswagen, eine Schubkarre, ein alter Reisekoffer, ein Schulranzen, ein ausgenommener Computertower, Omas Tee-Service, ein alter Waschbottich oder die inzwischen nicht mehr wasserdichten Gummistiefel.
Damit es nicht zu wüst aussieht in so einem „Mobilen Garten“, sollte allerdings auf eine einheitliche Linie geachtet werden. Ein entsprechendes Muster kann sowohl durch einen gleichen Farbton, einen gemeinsamen Stil oder ein durchgängig benutztes Material umgesetzt werden. Weitere Ideen für mobile Pflanzgefäße sind alte Kinder-, Puppen- oder Leiterwagen ebenso wie feste Einkaufstaschen bis hin zur ausgemusterten Kleidung. Letztere zu Pflanzgefäßen zu machen ist zwar etwas aufwendiger, dafür ist das Ergebnis jedoch meist ein echter Blickfang. Eine alte Jeans ist zum Beispiel für eine vertikale Begrünung hervorragend geeignet. Denn die beiden Hosenbeine bieten jede Menge Platz, um sie mit blühenden Sommerblumen zu bestücken. Dazu werden vorher in die Hose mit einer Stoffschere T-förmige Schlitze geschnitten. Der Hosenbund kann beispielsweise an einen Zaun gebunden werden. Die Beine unten mit Paketschnur gut Verzurren, danach Pflanzsubstrat einfüllen und in die vorher eingeschnittenen Taschen sowie oben in die Taille nach Geschmack Zier- oder Nutzpflanzen einsetzen.

Wasserabfluss nicht vergessen

Welche Gefäße auch immer bepflanzt werden, grundlegend ist es, in alle Behältnisse Abflusslöcher zu bohren. Alternativ kann in große Behältnisse, die unter einer Überdachung aufgestellt werden, eine unterste Schicht aus groben Kieselsteinen gefüllt werden.

Erfolgsgarantie durch hochwertiges Pflanzsubstrat

Damit Pflanzen gut gedeihen, müssen mehrere Faktoren zusammenpassen. Neben den Licht- und Temperaturverhältnissen sowie regelmäßigen Wasser- und Düngegaben spielt auch das Pflanzsubstrat eine wichtige Rolle. Da viele Zier- und Nutzpflanzen Staunässe überhaupt nicht vertragen, sollte das Pflanzsubstrat gut wasserdurchlässig sein. Optimal sind Pflanzerden, welche eine hohe Wasserspeicherkapazität besitzen. So wird zum einen übermäßiges Gießen vermindert und zum anderen können die Pflanzen Trockenphasen besser überdauern.

Auch für Alt und Jung eine gute Alternative

Mobile Gärten: Darunter können auch höhenverstellbare Beete fallen. Sie eignen sich optimal für soziale Einrichtungen wie Kindergärten oder Seniorenresidenzen. Denn damit ist ein barrierefreies und ergonomisches Gärtnern möglich. Zu solchen Beeten lassen sich alle Kisten umfunktionieren, die mit Rollen ausgestattet sind.